D1: VfR Wellensiek – TuS Brake 7:1 (3:1)

Am Rottmannshof hatten wir uns gegen den Tabellenführer der Kreisliga A einiges vorgenommen.
Dass am Ende eine so deftige Klatsche auf dem Papier steht, ist sicherlich nicht ganz verdient.

Die Mannschaft begann sehr dominant und spielsicher, der Ball lief mit wenigen Kontakten durch
die eigenen Reihen und die schnellen Außenbahnspieler der Gastgeber kamen aufgrund einer sehr
konzentrierten Defensivleistung der Braker kaum zum Zug. Erst ein Distanzschuss, den Torwart
Nico Brinkmann nur abklatschen lassen konnte, ermöglichte dem Favoriten die zu dem Zeitpunkt
schmeichelhafte Führung.

Postwendend gelang jedoch der Ausgleich, als Luca Zelder nach einem schnellen Konter im Strafraum
gehalten wurde und Jan Meller den fälligen Strafstoß zum verdienten 1:1 sicher verwandelte.

Danach ging es munter weiter mit den Gastgeschenken. Ein Eckball der nun stärker werdenden Wellensieker wurde
unglücklich ins eigene Tor abgefälscht, ein weiterer Eckball landete per sehenswerter Volleyabnahme im Braker Tor –
Pausenstand: 3:1 für die Gastgeber.

In der zweiten Halbzeit verloren wir leider völlig den Zugriff. Wellensiek spielte immer nach dem gleichen Muste
r mit schnellen, direkten Pässen über die Außen, um den Ball dann in den Rückraum abzulegen.
Die Braker hielten in fast jeder Situation zwei Meter Sicherheitsabstand, wodurch einige Chancen des Gegners entstanden.

Bei den Toren halfen wir dann auch noch fröhlich mit. Durch einige Umstellungen im Mittelfeld erhielt das Braker Spiel
zumindest defensiv wieder etwas mehr Stabilität, am Kantersieg des Tabellenführers änderte das allerdings nichts mehr.

Spielerisch war es, gerade in der ersten Halbzeit, ein weiterer Schritt nach vorne, schon jetzt ist eine positive Entwicklung
im Vergleich zum Saisonbeginn zu beobachten. Zu viele individuelle Fehler jedoch sorgen momentan dafür, dass wir deutlich
zu viele Gegentore hinnehmen müssen. Darauf, die Balance zwischen Abwehr und Angriff zu finden,
wird vor allem in der Rückrundenvorbereitung das Hauptaugenmerk liegen.

Trotzdem ist auch dieses Spiel nicht als Rückschritt zu bewerten. Man beginnt immer mehr, den Spielstil zu erkennen,
auf den wir hinarbeiten: Gepflegter, offensiver Kombinationsfußball, durch den im Moment die
Defensive leider noch etwas vernachlässigt wird.